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FAQ

FAQ

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Als Unternehmer sind Sie verpflichtet, sich bei besonderen Anlässen beraten zu lassen.

Besondere Anlässe könnten unter anderem sein: (lt. DGUV Vorschrift 2, Anlage 1)

  • Planung, Errichtung und Änderung von Betriebsanlagen,
  • Einführung neuer Arbeitsmittel, die ein erhöhtes Gefährdungspotential zur Folge haben,
  • grundlegende Änderungen von Arbeitsverfahren,
  • Einführung neuer Arbeitsverfahren,
  • Gestaltung neuer Arbeitsplätze und -abläufe,
  • Einführung neuer Arbeitsstoffe bzw. Gefahrstoffe, die ein erhöhtes Gefährdungspotential zur Folge haben,
  • Beratung der Beschäftigten über besondere Unfall- und Gesundheitsgefahren bei der Arbeit,
  • Untersuchung von Unfällen und Berufskrankheiten,
  • Erstellung von Notfall- und Alarmplänen.

Soweit in einer sonstigen Rechtsvorschrift nichts anderes bestimmt ist, hat der Arbeitgeber in Betrieben mit mehr als zwanzig Beschäftigten einen Arbeitsschutzausschuss zu bilden; bei der Feststellung der Zahl der Beschäftigten sind Teilzeitbeschäftigte mit einer regelmäßigen wöchentlichen Arbeitszeit von nicht mehr als 20 Stunden mit 0,5 und nicht mehr als 30 Stunden mit 0,75 zu berücksichtigen. Dieser Ausschuss setzt sich zusammen aus:

  • dem Arbeitgeber oder einem von ihm Beauftragten,
  • zwei vom Betriebsrat bestimmten Betriebsratsmitgliedern,
  • Betriebsärzten,
  • Fachkräften für Arbeitssicherheit und
  • Sicherheitsbeauftragten nach § 22 des Siebten Buches Sozialgesetzbuch.

Der Arbeitsschutzausschuss hat die Aufgabe, Anliegen des Arbeitsschutzes und der Unfallverhütung zu beraten. Der Arbeitsschutzausschuss tritt mindestens einmal vierteljährlich zusammen.

  1. Regelmäßig vorliegende betriebsspezifische Unfall- und Gesundheitsgefahren, Erfordernisse zur menschengerechten Arbeitsgestaltung,
  2. Betriebliche Veränderungen in den Arbeitsbedingungen und in der Organisation,
  3. Externe Entwicklung mit spezifischem Einfluss auf die betriebliche Situation,
  4. Betriebliche Aktionen, Programme und Maßnahmen.

Mit den DGUV-Vorschriften wurden 2014 die Berufsgenossenschaftlichen Vorschriften (BGV) und die Vorschriften der Gemeinde- und Unfallversicherungen (GUV) in einheitliche Vorschriften überführt. Die DGUV-Vorschriften stellen sogenanntes autonomes Recht der Berufsgenossenschaften dar und sind für alle Mitgliedsbetriebe der Berufsgenossenschaften verbindlich.

Gleiche Funktion nur unterschiedliche Bezeichnung: FaSi (Fachkraft für Arbeitssicherheit) und Sifa (Sicherheitsfachkraft) Fachkräfte für Arbeitssicherheit sind in der Regel Ingenieure (Sicherheitsingenieure), Techniker (Sicherheitstechniker) oder Meister (Sicherheitsmeister) mit einer besonderen Ausbildung in Sicherheitstechnik. Sie haben keine Weisungsbefugnis, sondern beratende Funktion.

Achtung: Verwechseln Sie nicht die FaSi/Sifa oder Sicherheitsfachkraft mit dem Sicherheitsbeauftragten (Sibe), der ab einer Betriebsgröße von 21 Mitarbeitern zu bestellen ist!

Ist das zentrale Element im Arbeitsschutz und bildet die Grundlage für ein systematisches und erfolgreiches Sicherheits- und Gesundheitsmanagement. Mit den §§ 5 und 6 Arbeitsschutzgesetz wird der Arbeitgeber (unabhängig von der Anzahl der Mitarbeiter) verpflichtet eine Gefährdungsbeurteilung durchzuführen. Dabei geht es darum, alle Gefährdungen, die während der Arbeit der Beschäftigten auftreten können, zu erfassen. In einer Gefährdungsanalyse werden Maßnahmen, Termin und Verantwortliche festgelegt. Die Gefährdungsbeurteilung MUSS dokumentiert werden. Es muss erkennbar sein, dass die Gefährdungsbeurteilung effektiv durchgeführt wurde. Die Unterlagen müssen daher Angaben zu dem Ergebnis der jeweiligen Gefährdungsbeurteilung, zur Festlegung der erforderlichen Arbeitsschutzmaßnahmen sowie zu den Ergebnissen der Überprüfungen der durchgeführten Maßnahmen enthalten. Der Arbeitgeber kann die Gefährdungsbeurteilung selbst durchführen oder andere fachkundige Personen, z. B. Führungskräfte, Fachkräfte für Arbeitssicherheit oder Betriebsärzte, damit beauftragen, wobei die Verantwortung für die Durchführung der Gefährdungsbeurteilung und die Umsetzung der Ergebnisse beim Arbeitgeber verbleibt. Seit 2013 wurde gesetzlich verpflichtend auch die Erfassung der psychischen Gefährdungsfaktoren dazu genommen.

  1. Unterstützung bei der Gefährdungsbeurteilung (Beurteilung der Arbeitsbedingungen),
  2. Unterstützung bei grundlegenden Maßnahmen der Arbeitsgestaltung – Verhältnisprävention,
  3. Unterstützung bei grundlegenden Maßnahmen der Arbeitsgestaltung – Verhaltensprävention,
  4. Unterstützung bei der Schaffung einer geeigneten Organisation und Integration in die Führungstätigkeit ( u. a. Integration des Arbeitsschutzes in die Aufbauorganisation/Unternehmensführung),
  5. Untersuchung nach Ereignissen (Unfällen),
  6. Allgemeine Beratung von Arbeitgebern und Führungskräften, betrieblichen Interessenvertretungen, Beschäftigten,
  7. Erstellung von Dokumentationen, Erfüllung von Meldepflichten,
  8. Mitwirken in betrieblichen Besprechungen,
  9. Selbstorganisation

Jeder Arbeitgeber trägt nach dem Arbeitsschutzgesetz die rechtliche Verantwortung für Arbeitsschutz und Unfallverhütung und ist damit gesetzlich verpflichtet, eine sogenannte Fachkraft für Arbeitssicherheit/Sicherheitsingenieur/ Sicherheitsfachkraft(SIFA, FaSi) zu bestellen und dies bereits ab 1 Mitarbeiter (auch bei Teilzeit!) Je nach Mitarbeiterzahl stehen 3 Betreuungsformen zur Auswahl.

Seit 2011 ist mit der DGUV Vorschrift 2 für alle Betriebe des gewerblichen und öffentlichen Bereiches ein einheitliches Regelwerk zur Anwendung des Arbeitssicherheitsgesetzes (ASiG) in Kraft getreten. Die Vorschrift regelt die betriebsärztliche und sicherheitstechnische Betreuung und konkretisiert die Aufgaben des Betriebsarztes und der Fachkraft für Arbeitssicherheit und legt die erforderlichen Betreuungsstunden fest. Die DGUV Vorschrift 2 unterscheidet bei der Festlegung des Umfangs der Betreuung zwischen einer „Regelbetreuung“ und einer „alternativen Betreuung“. Dazu mehr unter  „die passende Betreuungsform finden“.

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