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Verbesserung der Bürobeleuchtung

80% aller Informationen, die wir über den Tag bewusst aber auch unbewusst erfassen, erfassen wir mit dem Auge. Bedeutet, das Auge ist den ganzen Tag aktiv. Wie können wir sie entlasten:

 

Viel Tageslicht am Arbeitsplatz

Gönnen Sie Ihrem Auge möglichst viel Tageslicht, denn dieses kann durch keine Lampe ersetzt werden. ABER! Blendungen vermeiden, dafür Rollos etc. benutzen.

 

Schreibtische parallel zum Fenster

Schreibtisch möglichst nah zum Fenster stellen und die Blickrichtung (Auge zum Computer) möglichst parallel zum Fenster verlaufen lassen. Wenn wählbar, sollte das Fenster für Rechtshänder auf der linken Seite des Schreibtisches positioniert sein und für Linkshänder auf der rechten Seite.

 

Helle Farben im Büro

Durch helle Wandfarben wird das Licht besser reflektiert und regelmässiger im Raum verteilt. Je dunkler die Wandfarbe ist, desto mehr Licht wird benötigt, um die gleiche Helligkeit zu erreichen. Durch einen größeren Hell-Dunkel Kontrast wird das Auge mehr beansprucht und schneller müde. Wie für die Wandfarbe gilt dies natürlich auch für die Farbe der Büromöbel. Achten Sie auch auf matte Oberflächen, besonders beim Tisch.

 

Beleuchtung

Stehleuchten mit indirektem Lichtanteil sollten nur in Einsatz kommen, wenn die Raumhöhe 3 Meter nicht übersteigt. Für höhere Räume sollten besser Pendelleuchten installiert werden. Wenn feste Spiegelrasterleuchten in der Decke integriert sind, sollte der Schreibtisch zwischen den Leuchten positioniert werden. Für geringere Raumhöhen eignen sich Schienen- oder Stangensysteme, an denen einzelnen Leuchten flexibel positioniert werden können.

 

Beleuchtungsstärke

Für Bildschirmarbeitsplätze wird eine eine Beleuchtungsstärke von ca. 500 Lux vorgeschrieben, für die Schreibarbeit auf Papier wird jedoch bis zu 2000 lux empfohlen. Deshalb muss das Licht am Schreibtisch in der Regel zwei Anforderungen genügen, die sich auf Anhieb schwer vereinbaren lassen (siehe nächster Punkt).

 

2-Komponenten-Licht

Die bisher effektivste Lösung für das vorab aufgeworfene Problem ist die Kombination einer indirekten Allgemeinbeleuchtung mit einer direkten Arbeitsplatz-Beleuchtung: die sogenannte 2-Komponenten-Beleuchtung (2K-Beleuchtung). Die erste Komponente erzeugt durch indirektes Licht eine harmonische Grundbeleuchtung, d.h. ohne störende Blendung oder Reflexion. Dieses Licht ist optimal für die Bildschirmarbeit, dazu werden oft Leuchten verwendet, die die Decke anstrahlen, womit diese zu einem hellen und freundlichen Himmel wird. Das an der Decke reflektierte Licht wird zur Allgemein-Beleuchtung. Die zweite Komponente ist die Arbeitsplatz-Leuchte, die möglichst schwenk- und dimmbar sein sollte. Diese liefert stark gerichtetes, direkt strahlendes Licht und erhöht an einer begrenzten Fläche des Tisches die Beleuchtungsstärke und kann je nach Wunsch individuell eingestellt werden. Arbeitsplatz-Leuchten mit Parabolrastern erzeugen ein blendfreies, flexibel einstellbares Licht.

 

Foto: Vorschaubild zur Meldung: Verbesserung der Bürobeleuchtung