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Elektrische Schläge im Büro…

Gerade im Winter passiert es: Beim Öffnen der Tür oder des Fensters oder beim Händeschütteln mit dem Kollegen, kommt es bei der Berührung jedes Mal zu einem elektrischen Schlag. Die gute Nachricht: Diese Stromschläge sind in der Regel ungefährlich, obwohl es unangenehm und auch sehr lästig ist.
Die Ursache ist die sogenannte elektrostatische Aufladung durch Reibung, hierdurch wird Ladungsenergie erzeugt. Beispiel: Läuft man mit Schuhen, die eine Kunststoffsohle haben, über einen Kunststoffteppich, wird durch diese Reibung eine Ladungsenergie erzeugt. Fässt man dann an eine Türklinke, Fenstergriff oder auch einen Heizungskörper wird diese Energie schlagartig entladen und löst ein unangenehmes Schmerzgefühl aus. Die Entladung findet in der Regel immer dann statt, wenn man einen Gegenstand berührt, der Energie leitet.


Dazu gibt es Faktoren, welche die elektrostatische Aufladung noch begünstigen können. Normalerweise wird die Ladung über die Luft abgegeben. Ist die Raumluft, wie zum Beispiel im Winter, jedoch durch das Heizen sehr trocken, funktioniert die „Entladung“ über die Luft nicht mehr so gut.


Tipp: Regelmäßiges Lüften, Luftbefeuchter (Vorsicht, evtl Legionellenquelle!) oder Zimmerpflanzen helfen, die Luftfeuchtigkeit zu erhöhen und reduzieren damit die Gefahr von Aufladung und Stromschlägen. Normalerweise reicht eine Luftfeuchtigkeit von 45 bis 50 % aus, um die Gefahr statischer Aufladung zu minimieren.

 

Die größte Gefahr der elektrostatische Aufladung im Büro, wird durch das Laufen mit Gummi- oder Kunststoffsohlen über Kunststoff-Teppichböden erzeugt. Wechselt man zu Ledersohlen, ist die Gefahr der elektrostatische Aufladungnicht mehr gegeben. Teppichböden aus Naturfasern und spezielle antistatische Böden laden ebenfalls weniger auf.


Wer auf die Bodenausstattung keinen Einfluss nehmen kann und gern auf Kunststoffsohlen läuft, kann den Schmerz der Stromschläge reduzieren. Dazu muss man nur vor der Berührung daran denken, dass diese möglichst schnell und großflächig stattfindet, indem man z.B. mit beiden Händen und der ganzen Handfläche einen großflächigen metallischen Gegenstand anfässt. Denn: Je kleiner die Angriffsfläche, desto größer der Schmerz!


Eine elektrostatische Aufladung wird ebenfalls durch die Wahl der Kleidung (Wolle und Kunstfasern meiden) begünstigt, beziehungsweise verhindert. Synthetische Kunststofffasern laden sich auf, Naturfasern wie zum Beispiel Baumwolle dagegen nicht. Auch die Wahl von Kamm und Bürste können bei der Aufladung beeinflussen, auch hier sollte auf Kunststoff verzichtet werden.

 

Tipp: Arbeitsplatz richtig ausstatten

Schreibtischstuhl: Am Stuhl können sowohl die Rollen als auch Kunststoffbezüge für statische Aufladung sorgen. Hilfreich sind Antistatikmatten unter dem Arbeitsplatz und Spezialrollen.

 

Arbeitstisch: Die Oberflächen sollten aus leitendem Material bestehen. Falls sich auf dem Schreibtisch eine Kunststoff-Auflage befindet, sollte diese bei vorhandenen Beschwerden auch entfernt werden.